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Meine SharePoint-Notizen

SharePoint-Notizen aus meiner täglichen Projektarbeit mit dem Microsoft Office SharePoint Server 2007

March 2008 - Posts

  • Veranstaltungshinweis: „Die Brücke zwischen MS Office und SAP"

    Das Thema "SAP und SharePoint" wird immer interessanter - Ende letzten Jahres wurde mir dies zum ersten Mal durch die positive Resonanz auf meinen Vortrag beim "Shared Solution Day" bewußt. Auch die diesjährige SharePoint Konferenz in Frankfurt zeigte deutlich, dass die Anbindung von SharePoint an SAP ein wichtiges und interessantes Thema ist.

    Nicht zuletzt die zumehmenden Anfragen bei uns zu diesem Thema haben mir gezeigt, dass es bei unseren Kunden ein zunehmendes Interesse bzw. einen Informationsbedarf gibt. Aus diesem Grund habe ich bei uns einen Vortragstag zum Thema "SAP und SharePoint" initiiert. Wir möchten an diesem Tag (24.4.2008) über einige Möglichkeiten informieren, wie man einen SharePoint-Server mit einem SAP-System verbinden kann. Wir sehen diesen Tag weniger als Firmenpräsentation, sondern eher als Informationsveranstaltung für Kunden und interessierte SharePoint-Benutzer. Aus diesem Grund haben wir bei den Vorträgen auf einen guten Mix aus Information und Entwicklung geachtet.

    Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, Jan-Peter Wunderlich (Field Solution Manager bei SAP) als Gastredner gewinnen zu können. Er wird über die Informationworker Strategie bei SAP und die DUET-Roadmap berichten.

    Genauere Informationen über den Tagesablauf bietet diese Agenda bzw. dieser Link.

    Ich freue mich auf interessante Gespräche und natürlich auch darauf, über ein -wie ich finde- spannendes und interessantes Thema im SharePoint-Umfeld berichten zu dürfen.

     

    Nachtrag:

    Unsere Veranstaltung verlief sehr erfolgreich. Bedingt durch eine kleine Änderung an der Agenda konnte Herr Wunderlich den ganzen Vormittag nutzen, um ausführlich über neue Produkte bei SAP zu berichten und sich danach ganz auf eine sehr informative und anschauliche Duet-Präsentation konzentrieren - ich konnte mich so ganz auf meinen Vortrag am Nachmittag und die Live-Programmierung eines WebParts mit Zugriff auf SAP konzentrieren. Mir hat die Live-Programmierung viel Spaß gemacht und das Feedback unserer Gäste zeigte mir, dass ich einiges an KnowHow rüberbringen konnte.

     

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  • SAP .NET Connector / Visual Studio 2003 / Absturz beim Browsen der BAPIs

    Momentan arbeite ich an einer Demo-Umgebung für einen Vortrag zum Thema SAP-Anbindung an SharePoint. Ich möchte u.a. zeigen, wie man mit dem SAP .NET Connector auf ein SAP-System zugreifen kann. Offensichtlich ist beim Installieren aber etwas schief gegangen, denn jedesmal wenn ich den Server-Explorer im Visual Studio 2003 nutze, um mich mit unserem SAP-Server im Unternehmen zu verbinden und durch die BAPIs zu browsen, kommt es zu einem Absturz. Visual Studio 2003 wird recht unsanft beendet!

    Zuerst habe ich an einen Fehler beim Installieren der Komponenten gedacht, aber als der Fehler nach einer Neuinstallation immer noch auftrat, habe ich mich auf die Suche gemacht und bin in einigen SAP-Foren auf ähnliche Problemschilderungen gestoßen. Auch hier wurde auf der Suche nach einer Lösung sehr viel ausprobiert - ohne leider zu einer Lösung zu finden.

    Um es kurz zu machen:  nach intensiver Fehlersuche konnten wir das Problem in meiner virtuellen Umgebung lösen. Zwar kann auch ich nicht genau sagen, worin die Absturzursache letztendlich begründet war, aber immerhin läuft meine Demo-Umgebung wieder.

    • als Java Runtime verwende ich eine ältere Version V1.3 - eine zuvor verwendete aktuelle Version habe ich wieder deinstalliert.
    • in SAP-Foren habe ich immer wieder einen Hinweis auf die SAP.Connector.Design.DLL gefunden. Ich habe die ursprünglichen Version gegen eine DLL mit der Versionskennung 2.0.0.23 ausgetauscht.

    Nach diesen beiden Maßnahmen und einem Neustart traten die Abstürze im Visual Studio 2003 beim Browsen durch die BAPIs nicht mehr auf. Zwar kann ich nicht sagen, dass mit diesen beiden Änderungen das Problem grundsätzlich behoben ist, aber einen Versuch ist es wert.


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  • Tipp für Admins - 'MySite' ausgeschiedener Mitarbeiter löschen

    Bei einem SharePoint-Gespräch kam eine interessante Frage auf: was passiert eigentlich mit der 'MySite' eines Mitarbeiters, der das Unternehmen verlassen hat? Interessante Frage - ehrlich gesagt habe ich darüber bisher kaum nachgedacht und deswegen heute ein wenig recherchiert.

    Zum einen hat ein Mitarbeiter natürlich die Möglichkeit, seine eigene 'MySite' wieder zu löschen. Dazu klickt er auf seiner eigenen 'MySite' auf <Websiteaktionen> und danach auf <Websiteeinstellungen>. In der Spalte 'Websiteverwaltung' findet sich dann der Eintrag <Diese Website löschen>.

    Nur was macht man, wenn der ausscheidende Mitarbeiter nicht so ordentlich ist und nicht nur seinen Schreibtisch aufräumt, sondern auch selbst seine MySite löscht? Hier kommt dann der Admin ins Spiel. Ein Admin kann nämlich über die Zentraladministration auch eine 'MySite' löschen. Jede 'MySite' ist als eine Websitesammlung gespeichert. Um eine 'MySite' über die Zentraladministration zu löschen, wechselt man in die Anwendungsverwaltung und findet dort unter der Rubrik <SharePoint - Websiteverwaltung> den Eintrag <Websitesammlung löschen>. In dem neuen Fenster kann man jetzt die Websitesammlung (also auch die MySite) auswählen, die gelöscht werden soll.

     

    Noch einfacher geht es natürlich über die Kommandozeile und das SharePoint-Tool STSADM. Die Syntax zum Löschen einer MySite sieht dann so aus:

    stsadm.exe -o deleteWeb -url http://server/personal/username

    Hierbei muss 'server' durch den Namen des verwendeten Servers und 'username' durch den Loginnamen des betreffenden Users ersetzt werden.

    Natürlich sollte ein Admin vor dem Löschen der MySite eines Mitarbeiters die Datenschutzrichtlinien des Unternehmens beachten!

     

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  • Best Practice - Upgrading älterer (Beta2 / TR) MOSS-Installationen

    Einer unserer Kunden kam Mitte 2006 zu uns, um den Aufbau eines Kundenportals auf Sharepoint-Basis zu besprechen. Nach intensiver Durchsprache der Anforderungen haben wir uns für SharePoint 2007 als Basis entschieden, obwohl zu diesem Zeitpunkt erst die Beta2-Version von SharePoint 2007 verfügbar war.

    Wir haben also die Portal-Entwicklung mit der Beta2-Version gestartet - wohlwissend, dass wir mit einer Beta-Version arbeiten und später auf die finale Version updaten müssen. Während der Entwicklungszeit haben wir dann mit einigen Mühen und manueller Nacharbeit ein erstes Upgrade vollzogen. Die ursprüngliche MOSS-Beta2-Installation wurde auf den Stand "Technical Refresh" gebracht.

    Als dann die finale SharePoint-Version verfügbar war, haben wir ein weiteres Upgrade durchgeführt. Diesmal haben wir ein Upgrade vom Stand "Technical Refresh" auf die finale Sharepoint-Version durchgeführt. Auch hierbei gab es das eine oder andere Problem, welches sich nur mit viel manueller Nacharbeit lösen lies.

    Die SharePoint-Installation war jetzt zwar auf dem finalen Stand, aber ein ungutes Gefühl blieb. Schließlich waren beide Upgrade-Vorgänge nicht problemlos durchgelaufen und hatten jedesmal einige manuelle Nacharbeit erfordert. Als dann auch noch ein paar seltsame Probleme auftauchten (z.B. verschwand mehrmals der Inhalt der Startseite, ohne dass jemand daran gearbeitet hätte), haben wir uns entschlossen, den Server neu auzusetzen.

    Um die Downtime möglichst gering zu halten, haben wir uns zuerst überlegt, wie wir am sinnvollsten vorgehen sollten. Einerseits sollte möglichst viel 'alter Ballast' entfernt werden, andererseits sollte die Downtime des produktiven Portals möglichst gering gehalten werden. Wir haben uns dann in Absprache mit unserem Kunden dazu entschlossen, den Server neu zu installieren und das Portal durch einen Transfer der Content-Database auf den neu-installierten Server zu übertragen. Da diese Aktion nicht ganz risikolos ist, haben wir das Vorgehen zuerst mit einem 1:1-Image des Servers in einer Testumgebung durchgeführt.

    So sind wir vorgegangen:

    • wir haben als Rettungsanker ein Komplett-Image des ursprünglichen Servers erstellt. Falls es zu größeren Problemen gekommen wäre, hätten wir so rechtzeit abbrechen und den alten Stand wiederherstellen können.
    • danach haben wir eine Sicherung der Content-Database erstellt. Wie man das am besten macht, habe ich vor einiger Zeit bereits hier beschrieben.
    • da nun alle wichtigen Daten mehrfach gesichert waren, konnte unser Rechenzentrum den Server nach unseren Vorgaben neu installieren. Wir haben uns dafür entschieden, den kompletten Server (also inkl. Betriebssystem) neu zu installieren.
    • nach der Installation des Servers und der nötigen Software (u.a. SQL-Server 2005 und .NET-Frameworks 2/3/3.5) haben wir SharePoint neu installiert und bei dieser Gelegenheit gleich ein Update auf SP1 durchgeführt.
    • der Server war nun komplett neu installiert und die SharePoint-Installation (inkl. SP1) lief problemlos durch. Auf dieser Basis konnten wir nun die Inhaltsdatenbank (Content-Database) zurückspielen und ein paar manuelle Umkonfigurationen vornehmen.
    • zum Abschluß haben wir noch die Daten aus der zurückgespielten Content-Database auf den SP1-Stand gebracht. Dazu reicht folgender Aufruf: stsadm -o upgrade -inplace -forceupgrade

    Serverinstallation und Transfer des Portals haben auf diese Art problemlos geklappt. Zwar war auch auf diesem Weg ein wenig manuelle Nachkonfiguration nötig, aber diese Arbeiten blieben im normalen und erwarteten Rahmen. Nach einem gründlichen Abschlußtest, der keine Probleme zeigte, konnten wir das Portal sehr zügig wieder online bringen. Bisher läuft dieses Portal ohne Probleme, die seltsamen Fehler, die wir immer auf die früheren Upgradevorgänge geschoben haben, sind nicht mehr aufgetreten und alles in allem läuft das ganze Portal jetzt sogar ein wenig flotter. Wir werden diese Vorgehensweise bei uns intern als "Best Practice" aufnehmen.

     

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